Blut, Schweiß und Tränen – animalischer Sex

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Animalischer Sex – das klingt doch toll! Doch was verstehen wir eigentlich darunter? Stehen eher Männer oder Frauen auf die ‚wilde Nummer‘? Wie weit darf man/frau gehen? Und ist animalischer Sex tatsächlich ein möglicher Garant für eine gut funktionierende, langjährige Partnerschaft? Wir haben uns umgehört.

Guter Sex – gute Beziehung

Was stellen Sie sich eigentlich unter animalischem Sex vor? Bedeutet animalischer Sex, dass man sich mit seinem Partner unkontrolliert, lustvoll und frei von gesellschaftlichen oder moralischen Werten austobt? Muss animalischer Sex laut sein? Oder wild – mit Kratz- und Beißspuren? Oder meint animalischer Sex Bondagespiele? Oder besondere Stellungen?

Animalischer Sex ist sicher ein Synonym für guten Sex. Doch jeder Mensch hat seine eigene Definition von gutem Sex. In einer guten Partnerschaft fühlen sich beide Partner auch in sexueller Hinsicht wohl und empfinden bei der gemeinsam ausgelebten Sexualität Freude und Lust. Ob animalisch oder nicht – erlaubt ist, was beiden gefällt! Und guter Sex festigt jede Partnerschaft – dies ist wissenschaftlich eindeutig bewiesen.

Animalischer Sex – wortwörtlich genommen

Animalischer Sex ist, wortwörtlich genommen, Sex, wie ihn Tiere betreiben. Doch der Tiere gibt es viele – also was genau ist gemeint? Denken wir an den Sex der Gottesanbeterin, die nach dem Verkehr das Männchen verzehrt oder an die Bonobos, die keine Gelegenheit auslassen, oder an die Pinguine, die sich ein Vogelleben lang treu bleiben, oder an die Delphine oder Orang Utans, die Sex manchmal auch erzwingen, oder an Gorillas, deren Männchen oft nicht nur ein Weibchen, sondern einen ganzen Harem haben, oder an Wildkatzen, oder an Bären, oder an Hunde, oder……..

Ganz nüchtern betrachtet: Sex in freier Wildbahn erscheint in den allermeisten Fällen wie Pflichterfüllung. Es geht um um die Begattung der Weibchen und um die Erhaltung der Art. Mehr als das Nötigste in aller Kürze zur Erzeugung von Nachkommenschaft passiert eigentlich kaum – das aber dafür bei vielen – aber nicht allen – Arten sehr oft hintereinander, um die Erfolgschancen zu maximieren. Nur – wo bleibt da der Spaßfaktor?

Wo bleibt der Spaßfaktor?

Nun gut – zunächst wird gebalzt. Und da müssen sich die Männchen schon anständig ins Zeug legen, damit das Weibchen sie erhört. Diese weit verbreitete Balz, mit dem Ziel, die männliche Konkurrenz zu übertrumpfen, unterhält die tierische Damenwelt ganz bestimmt. Das wäre also zumindest ein Spaßfaktor.

Wer schon einmal eine empfängnisbereite Katze in ihrer Rolligkeit erlebt hat, der bestätigt aber sicher auch folgendes: Zwar mag beim ‚echten‘ animalischen Sex in der Tierwelt kaum ein Spaßfaktor zu beobachten sein; beim „Nicht-Sex“ ist aber ganz öffentlich eine starke, verzehrende Sehnsucht nach einem Partner vorhanden – und diese wird lautstark zur Schau gestellt.

Eine rollige Katze schreit laut und anhaltend, sie hält ihr Hinterteil herausfordernd in die Höhe, sie reibt sich ständig an Gegenständen und rollt sich auf dem Boden – die Katze will eindeutig Sex! Und das möglichst sofort – und am liebsten gleich mit dem erstbesten Kater, der ums Eck biegt!

Doch ist es das, was wir Menschen unter animalischem Sex verstehen? Die Erlösung nach dem schmerzhaften Sehnen, die endlich befriedigte Geilheit? Nach einer Umfrage im Freundeskreis scheint sich folgender Verdacht zu erhärten: Animalischer Sex steht eher als Synonym für „tierisch guten Sex“ als für besonders wilden Sex. Wir haben für Sie recherchiert was man landläufig so unter animalischem Sex versteht – wer weiß, vielleicht stehen Sie ja auch drauf, und wussten es bisher gar nicht…

Stöhnen, beissen, kratzen, jauchzen – let’s ’sexel’…

Lautes Stöhnen: Ja, das gibt’s in der Tierwelt auch, und nein, die Tiere machen sich keine Gedanken darüber, was ‚die anderen denken könnten‘. Animalischer Sex meint also, aus sich raus zu gehen, und das auch ’stöhntechnisch‘. Was auch immer ‚er‘ tut, das ‚ihr‘ gefällt – lautes Gestöhne wird ihn animieren, weiter zu machen! Vice Versa gilt das übrigens auch: ein Mann, der beim Sex lautmäßig aus sich herausgeht macht auch ‚ihr‘ mehr Spaß, als ein Schweiger – wetten? Nicht nur Männer lieben es zu hören, dass sie’s richtig machen…

Also kreischen, hecheln, stöhnen, grunzen, brüllen, juchzen oder jauchzen – alles ist erlaubt. Doch Achtung: wer laut ’sexelt‘, sollte die Fenster und Türen geschlossen halten bzw. sich an die üblichen Ruhezeiten halten. Schließlich ist das Stöhnen so individuell wie der Mensch an sich – auch was die Lautsärke betrifft.

Während bei einem Rasenmäher 50 Dezibel als Obergrenze für die Lautstärke festgelegt sind, kann das Aaaahhh und Ohhhhh der lieben(den) Nachbarn kann schon mal 130 Dezibel erreichen. „In der Ruhezeit zwischen 22 Uhr und 6 Uhr muss Zimmerlautstärke gewahrt bleiben, bei was auch immer“, so der Mieterbund. Vereinzeltes Jauchzen und angemessenes Stöhnen sei zwar hinzunehmen, doch was angemessen ist, wurde in Einzelfällen auch schon vor Gericht ausgestritten.

Kratzen, festkrallen, beißen, saugen…: Nur keine Hemmungen – zumindest nicht beim eigenen Partner (beim Fremdgehen sollte man diesbezüglich eher Vorsicht walten lassen – verdächtige Kratzspuren und Narben haben schon so manche Ehekrise heraufbeschworen). Ein klein wenig Schmerz durch Festkrallen am Po oder Kratzen am Rücken steigert die Erregung und lässt den Serotoninspiegel in die Höhe schnellen; ein zartes Knabbern oder kräftigeres Saugen an den Brustwarzen ebenso. Parallel zum Anstieg des Serotoninspiegels lässt das Schmerzempfinden nach – ein wenig Wildheit kann den Höhepunkt also sogar intensivieren. Zudem stehen Männer auf ‚weibliche Wildkatzen‘, aber auch umgekehrt sehnt sich so manche Frau nach ihrem straken Tiger, wie schon April Stevens in den 60ern wusste: „Teach me tiger, how to kiss you, ohohohohaaa…“.

Grob sein: Wenn beide einverstanden sind, ist auch mehr oder weniger zartes Schlagen – z.B. ein Klaps auf den Po – erlaubt. Ebenso kann ein bändigendes Reißen an den Haaren zum animalischen Sexrepertoire gehören. Auch hier gilt wieder: vorausgesetzt, dass es beide wollen! Damit in der Hitze des Gefechts jedoch keine Grenzen überschritten werden, sollten sich die Partner vorab ein Codewort ausmachen. Spricht einer der Partner dieses Wort aus, so weiß der andere, dass er sich mäßigen muss.

Animalische Stellung – Varianten des Doggy Styles

Dogge Style ist wohl der Klassiker wenn es um animalische Stellungen geht. Auch Hündchenstellung genannt wird dieser Sexstellung etwas besonders Animalisches nachgesagt. Naheliegend, vollziehen doch die meisten Tiere den ‚coitus a tergo‘. Doch wussten Sie, dass sich auch beim Dogge Style Varianten unterscheiden lassen? Wir haben für Sie Vor- und Nachteile diverser Dogge Styles zusammengefasst.

Klassischer Doggy Style: Die Frau befindet sich auf allen Vieren und der Mann kniet hinter ihr. Mit den Händen umfasst er ihre Hüften und „los geht’s“. Bei dieser Interpretation des Doggy Style genießt der Mann auch das Beobachten des Akts an sich: Er sieht wie tief sein Penis in den Frau eindringt.

Zärtlicher Doggy Style: Doggy Style im Liegen: Sie liegt flach am Bauch und der Partner kann sich anschmiegen, während er eindringt. Je weiter die Frau den Po rausstreckt, desto tiefer kann er eindringen – und umso animalischer wird’s…

Doggy Style im Stehen: Sex im Stehen von hinten. Sollte es einen behindernden Größenunterschied zwischen den Partnern geben, so können echte Killer-High-Heels das Problem lösen. Erstens muss er dann nicht mehr in die Knie gehen und zweitens turnen so richtig geile High Heels zusätzlich an. Aber Achtung: Umkippen in der Hitze des Gefechts kann sehr schmerzhaft sein – auch ein Fehltritt mit dem Mörderabsatz auf seine nackten Zehen ist äußerst schmerzhaft und hat schon so manchen Akt abrupt beendet.

Doggy Style im Sitzen: Sie sitzt mit dem Rücken zu ihm auf seinem Schoß – genauer gesagt auf seinem Penis. Beim Doggy Style im Sitzen kann die Frau das Tempo selbst bestimmen. Eine zusätzliche Stimulation der Brüste und der Klitoris ist möglich – haben doch beide Partner beide Hände frei.

Dogge Style kann verschieden interpretiert werden: sanft und langsam oder härter und wild – die freien Hände sind in jedem Fall ein Vorteil, kann man doch auch noch andere Körperteile mit oder ohne Hilfsmittel in den Akt mit ein binden. Männer lieben diese Stellung, weil sie besonders tief in die Frau eindringen können und trotzdem Herr der Lage bleiben: Sie bestimmen Tempo und Rhythmus. Zudem entzückt viele Männer nicht nur der Rücken der Partnerin, sondern auch ihr Po der zusätzlich stimuliert, oder auch penetriert werden kann.

Männer in Europa bevorzugen übrigens generell Stellungen mit dominanten Charakter, fanden Sexualforscher heraus. Dieser Anspruch zieht sich durch alle Zeiten und ist offenbar unbewusst im Männlichen verankert – und da schließt sich dann wieder der Kreis zum animalischem Sex. In welcher Stellung auch immer: ungehemmt, laut und wild – so stellen wir uns animalischen – oder auch tierisch guten Sex vor.

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