Bussi, Schmetterlingskuss, French Kiss – küss mich, aber schnell!

Kuss, Bussi, Schmetterlingskuss, French Kiss

Küss‘ die Hand, Bussi, Bussi oder French Kiss…..Manche Küsse lieben wir, manche scheinen uns antiquiert, manche Menschen küssen besser, manche schlechter, manche forsch und fordernd, manche zart und vorsichtig. Aber jeder Topf findet ja bekanntlich seinen Deckel. Was uns die Philematologie, die Wissenschaft vom Küssen so alles lehrt.

Die Technik

Die Technik ist rasch erklärt: Oberlippen- und Jochbeinmuskel aktivieren, Unterlippen- und Mundwinkelsenker nach unten ziehen und Kusspartner beglücken! Die meisten Menschen neigen ihren Kopf dabei übrigens nach rechts.

Wir gebrauchen ca. 34 Gesichtsmuskeln beim Küssen und gleichzeitig werden weitere 112 Muskeln beansprucht, die für die Haltung unseres Körpers verantwortlich sind. Pro Kuss werden an die 6,4 Kalorien pro Minute verbrannt; der Puls beschleunigt auf bis zu 150 Schläge pro Minute und die Köpertemperteratur steigt um 0,5 Grad.

Hard Facts

Bei einem ausgiebigen Kuss werden bis zu 40.000 Bakterien ausgetauscht. Mit 70 Jahren haben wir hochgerechnet ca. 75 Tage nur mit Küssen verbracht, wobei ein durchschnittlicher Kuss heutzutage ca. 12 Sekunden dauert – im Vergleich dauerte in den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts ein Kuss mit durchschnittlich 5,5 Sekunden nicht mal halb so lange.

Rein wissenschaftlich augedrückt ist ein Kuss ein oraler Körperkontakt mit einer Person oder einem Gegenstand. Ein bisschen schelmenhafter drückte es Robert Lembke aus: „Ein Kuss ist eine Anfrage im ersten Stock, ob das Parterre frei ist.“ Wir finden das ist eine sehr passende Beschreibung!

Küssen – wozu?

Ist der Kuss ein Vorgang, angelehnt an das lustvolle Saugen an der Mutterbrust, geht’s um die bei einigen Naturvölkern noch immer angewandte Mund-zu-Mundfütterung, oder ist der Kuss eine Art genetischer Check, ob man einander auch riechen – und schmecken – kann, und somit eine Art Partnertest? Warum wir uns küssen, dazu gehen die Meinungen auseinander.

Kurzfristig dient der Kuss jedenfalls dem Austausch von Hormonen: das männliche Testosteron steigert die Libido und die weiblichen Oxytocine und Östrogene stärken die zwischenmenschliche Bindung – alles zusammen optimiert dann die Fortpflanzungschancen.

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Küsse, die man kennen sollte

Handkuss:
Ein Handkuss ist ein vollendeter oder bewusst unvollendeter Kuss auf den Rücken einer vom Adressaten meist eigens dafür hingehaltenen Hand. Zart angedeutete Handküsse gehören nach wie vor zum Repertoire geschickter Herzensbrecher. Handküsse sind sinnlich und elegant – und welche Frau möchte sich nicht wie eine Königin fühlen!

Luftkuss
Symbolisch angedeutet überbrückt der Luftkuss von den Lippen über die Handfläche gehaucht größere Distanzen. Bestens als Abschiedsritual geeignet, hat man doch noch eine Hand frei um die Tränen zu trocknen.

Nasenkuss

In Asien und der Arktis verbreitet ist der Nasenkuss. Dieses Verhalten ist vom Beschnüffeln des Gegenübers ableitbar und bei uns eher unüblich.

Schmetterlingskuss
Der Schmetterlingskuss ist ein Wimpernschlag, der das Gegenüber – wo auch immer – berührt, vergleichbar mit der Berührung durch die Flügel eines Schmetterlings. Nicht sehr verbreitet bei uns, aber so zart…

Stirnkuss
Zwar wirkt der Stirnkuss auf den ersten Blick nicht sehr leidenschaftlich, allerdings wird der Kuss auf die Stirn von Frauen oft als beschützend empfunden. Und welche Frau steht nicht darauf, in den Armen eines starken Mannes zu liegen!

(Wangen)Küsschen
Auch Busserl oder Bussi genannt bezeichnet das Küsschen einen Vorgang mit fast geschlossenen Lippen – meist auf die Wange. Das Bussi dient als fröhliches Begrüßungsritual, kann aber auch in zartester Ausführung dem Vorspiel dienen: beim trockenen Kuss auf den Mund bleibt’s ja meistens nicht.

Zungenkuss
Beim Zungenkuss wird die Zunge des Partners mit der eigenen Zunge berührt, auch das Saugen an Ober- oder Unterlippe des Partners gehören dazu. Zähne spüren ist ein no-go, und auch der Speichelaustausch sollte sich in Grenzen halten – andererseits: ein trockener Kuss kann auch wieder gar nichts… Das Geheimnis: üben, üben, üben!!

Apropos: Orang-Utans und Bonobos sind die einzigen Primaten, bei denen ebenfalls Zungenküsse beobachtet wurden.

Ohrenküsse
Schauen harmlos aus, sind aber mehr als oho und machen Lust auf mehr! Die zarten Sex-Appetithäppchen müssen gut dosiert und vorsichtig ausgeführt werden, auch das eine oder andere geflüsterte Wort oder ein leises Stöhnen führen unter Garantie zu … weichen Knien beim Partner….

Halskuss
Die Haut am Hals ist besonders zart und über 90% der Frauen beschreiben diese Zone als besonders erogen. Interessantes Detail: Bei diesem Kuss bietet die Frau ihre Kehle dar; sie ist dem Küssenden quasi ausgeliefert und unterwirft sich! Halsküsse gelten in einschlägigen Kreisen jedenfalls als unglaubliche ‚Sexbeschleuniger‘ – und vom Hals ist’s auch nicht mehr weit bis zur Brust.

Busenkuss
Da geht es nicht nur um die Brustwarzen, an denen zart gesaugt werden kann, da geht es um das Küssen der zarten Haut vom Hals immer weiter hinunter..Vor allem Männer lieben es, die Brust einer Frau mit dem Mund zu liebkosen – und Frauen lieben es, wenn ihre Brüste zart geküsst und geleckt werden – der Klassiker beim Vorspiel!

Bauchkuss
Von nun ab geht’s bergab…aber nur rein geographisch. Ansonsten ist der Bauchkuss die Vorstufe zum Intimkuss, und die Vorfreude darauf lässt wohl die meisten Herzen höher schlagen! Von wegen bergab….

Intimkuss
Hier zeigt sich der wahre Könner: zwischen den Schenkeln zu küssen und geküsst zu werden setzt Vertrauen und Hingabe voraus. Das Spiel der Zunge, das zarte Beißen der Zähne, die warme Mundhöhle – hier werden alle Register gezogen! Küssen, Lecken, Knabbern oder Saugen – bei Fellatio und Cunnilingus ist alles, was beiden Spaß macht, erlaubt!

Last but not least – der Fußkuss
Zärtlich muss er sein, der Fußkuss – und die Füße gepflegt! Die Füße zählen zu den hocherogenen Zonen, deren Stimulation die sexuelle Energie beflügelt. Bei den Zehen beginnen und dann nach oben wandern, am besten über die Kniekehle und dann noch weiter nach oben… Kaum eine Frau, die da nicht schwach wird!

Fazit: „Der Kuss ist ein liebenswerter Trick der Natur, ein Gespräch zu unterbrechen, wenn Worte überflüssig werden“. In diesem Sinn: Legen Sie los!

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