Essen als erotisches Vorspiel

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Liebe geht durch den Magen, und erst der Sex

Liebe geht durch den Magen, und erst der Sex

“Liebe geht durch den Magen“ und “Ich habe dich zum Fressen gern“ sind allseits bekannte Redewendungen. Dass Essen und Lust eng miteinander verbunden sind, ist für den Volksmund nichts Neues.

Aphrodisiaka begleiten die Kulturgeschichte seit Jahrtausenden und bereichern bis heute den täglichen Speiseplan durch ihre lustanregende Wirkung. Ein wundervolles Essen stellt den leichtesten Weg dar, Körper und Geist für die Liebe aufnahmefähig zu machen.

Eine gute Flasche Wein kann natürlich auch nicht schaden …

Die Idee, dass sich Gaumenfreuden auch auf die Stimmung des Menschen auswirken, ist so alt wie die Menschheit selbst. Essen wurde daher schon seit Jahrtausenden als erotisierendes Mittel gefeiert. Schon die alten Griechen und Römer verknüpften stets beide Genüsse in ihren Orgien miteinander.

In Spanien schwört man von alters her auf die kulinarisch zubereiteten Stierhoden, der die einschlafenden Lenden wieder aktiv machen soll. Casanova empfahl dagegen, den regelmäßigen Verzehr von Austern. Shakespeare erwähnt in einem seiner Dramen die potenzfördernde Kraft der Kartoffel, und in Asien und Afrika werden den Hoden von Widdern und Schafböcken auch heute noch geheimnisvolle Kräfte zugeschrieben.

Aphrodisiaka (benannt nach der griechischen Liebesgöttin Aphrodite) sind Nahrungsmittel und Gewürze, denen man eine anregende Wirkung auf das Liebesleben nachsagt. Für eine aufregende und prickelnde Liebesnacht sind die lukullischen Leckerbissen daher ideales Mittel, um sich in Sex- Laune zu mampfen: Sie entspannen die Seele, regen die Sinne an und kräftigen den Körper.

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Aphrodisiaka finden aber nicht nur “innerlich“ ihre Anwendung. So kann uns zum Beispiel der reine Anblick eines wohlgeformten, reifen Apfels mit glänzend, zart- roter Haut, so richtig in Stimmung bringen, genauso wie der himmlische Duft von Vanille oder anderer, betörender Pflanzen. Besonders Düfte oder ätherische Öle wirken pheromonartig und bereiten unser Unterbewußtsein auf Sex vor.

Die Wirkung der Liebesbissen beruht auf verschiedenen Mechanismen. Viele der luststeigenden Substanzen enthalten Alkaloide. Das sind stickstoffartige Verbindungen, wie Morphin, Nikotin und Koffein. Sie haben zum Teil eine starke Wirkung auf die menschliche Psyche und das Bewußtsein. Sie wirken stimmungsaufhellend, steigern den Blutdruck, weshalb man sich vitaler und leistungsstärker fühlt. Für Wohlbefinden und Entspannung sorgt zusätzlich das Glückshormon Serotonin.

Zudem sollte man vor allem bei Mineral,- und Vitaminreichen Häppchen kräftig zuschlagen. Sie bringen die Bildung von Sexualhormonen so richtig auf Touren.

So essen sie sich in Stimmung

Zu den klassischen Sexhäppchen zählen Meeresfrüchte, Austern, Jakobsmuscheln und Kaviar.

Eiweiß, Zink, eine Brise Meer, der verführerische salzige Geschmack und die damit verbundenen sinnlichen Gedanken versetzen uns in einen Rausch der Lust. Meeresfrüchte enthalten viel Jod, die die Schilddrüse braucht, um mit ihren Hormonen den Stoffwechsel in Schwung zu halten. Andernfalls fühlt man sich müde uns schlapp. Fisch enthält außerdem reichlich Arginin, dass die Penismuskulatur entspannt und so den Blutfluss in die Schwellkörper verbessert.

Die hohe Konzentration an Zink sorgt weiters dafür, das sich die Anzahl der Spermien erhöht und sich somit, das Hochgefühl beim Orgasmus des Mannes steigert. Zugreifen sollte man auch bei Nüssen, Avocado und Oliven, da die Öle der Leckereien unsere Libido gewaltig anheizen.

Vitamin D und reichlich Eiweiß, sorgen für ein außergewöhnliches Stehvermögen bei ihm. Verwöhnen sie daher ihren Liebsten öfter mal mit einem Omelett am Morgen oder zum Beispiel einem zarten Kalbssteak in Pfeffersauce mit Rosmarinkartoffel und einem Glas Wein am Abend. Trockener Rotwein steigert nicht nur die Geselligkeit, entspannt und macht locker, sondern fördert auch die Produktion des weiblichen Sexualhormons.

Auf den süßen Happen danach, sollte auf keinen Fall verzichtet werden. Schokolade enthält Phenylethylamin und setzt eine wahre Flut von Endorphinen frei. Diese Glückshormone wirken sich zwar nicht direkt auf die Libido aus, aber versetzen uns in gute Laune, welches die Chance auf einen prickelnden Abend erhöht. Das enthaltene Koffein macht zudem munter und aktiv.

Scharf macht scharf

Vergessen sie beim Zubereiten der Speisen nicht darauf ordentlich zu würzen. Gewürze (Ingwer, Chili, Pfeffer, Zimt, Kardamon, Vanille, Kakao, Muskat, Gingerole, also Scharfstoffe) und ätherische Öle wirken besonders stimulierend auf die Sinne. Ein Schuß Chili und Pfeffer, bringt den Stoffwechsel erst so richtig in Schwung. Verantwortlich dafür, ist der blutverdünnende Wirkstoff Capsaicin. Nicht umsonst sagt man gerade den Südländern nach, sie seien besonders feurige Liebhaber.

Achten sie weiters auf eine sinnliche Atmosphäre, einen schön gedeckten Tisch, weiches Licht (Kerzen) und angenehme Musik. Aphrodisiaka können nur zum erfolgreichen Vorspiel werden, wenn auch das Umfeld stimmt.

Wir wünschen Bon Appétit!

[nipete]

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