Kontaktbörsen – halten sie was sie versprechen?

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Ohne Scheu: Kontaktbörsen im Internet boomen

Ohne Scheu: Kontaktbörsen im Internet boomen

2008 gab es erneut eine enorme Zunahme an Internet-Kontaktanzeigen – allein in Österreich um über 33 %. Auch Social Communities sind bereits weit verbreitet und erfreuen sich großer Beliebtheit. Doch bei all dem Kontaktaustausch und Spaß sollte auf die eigene Sicherheit nicht vergessen werden.

Online-Portale mit Kontaktanzeigen führen die Bezeichnung Singlebörsen. In gewisser Weise sind solche Portale die moderne Zeitungsannonce des 21. Jahrhunderts. Zu Beginn erstellt der neue User eine für alle anderen Nutzer eines jeweiligen Portals sichtbare Kontaktanzeige, danach kann der neue User die Kontaktanzeigen der anderen Mitglieder einsehen. Per Mail oder Chat ist in weiterer Folge die Kontaktaufnahme zu allen anderen Usern möglich.

Die häufigste alternative Form zu Kontaktanzeigen – Portalen ist die Internet-Partnervermittlung, bei der nicht gesucht werden muss, sondern Kontaktvorschläge unterbreitet werden.

Die bekanntesten Portale im Überblick bewertet

FriendScout24 – www.friendscout24.de
Über 350.000 registrierte Mitglieder aus Österreich, über 10 Mio. deutschsprachige insgesamt. FriendScout24 bietet als kostenlose Services die Möglichkeit, Kontaktanzeigen aufzugeben und ermöglicht eine volle Suchfunktion. Zusätzlich ist das Antworten auf FlirtMails und Privat-Chat-Einladungen von Premium-Mitgliedern ebenfalls kostenlos möglich.

Es wird die Variante einer zahlungspflichtigen Premium-Mitgliedschaft angeboten, in der zusätzlich das eigenständige Versenden von FlirtMails und Privat-Chat-Einladungen sowie eine verbesserte Suche ermöglicht wird. Einzigartig bei dieser Kontaktbörse ist eine Online-Area, wo rund um die Uhr über 100.000 Singles im Separée flirten.

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Love.at – www.love.at
Über 600.000 registrierte Mitglieder aus Österreich. Love.at bietet als kostenlose Services die Möglichkeit, Kontaktanzeigen aufzugeben, psychologische Partnertests sowie die Möglichkeit, auf FlirtMails von Premium-Mitgliedern zu antworten. Noch dazu erhält man hier kostenlos fast die volle Suchfunktion.

Als besondere Funktionen sind der bereits erwähnte psychologische Partnertest sowie sehr umfangreiche Profile der Teilnehmer zu nennen. Mit Mobile Love.at kann Love.at sogar vollständig am Handy genutzt werden. Dem Nutzer stehen dabei sein Profil und alle Web Funktionen auch am Handy zur Verfügung.

NEU.at – / NEU.de – www.neu.de
Über 200.000 registrierte Mitglieder aus Österreich, über 31 Mio. aus dem restlichen Europa. Das Portal bietet als kostenlose Services die Möglichkeit, Kontaktanzeigen aufzugeben sowie die Privat-Chat-Teilnahme auf Einladungen. Die Suchfunktion ist bei der kostenlosen Version begrenzt. Die Plattform macht einen sehr seriösen Eindruck, die Anmeldung ist kostenlos möglich.

Match.com – at.match.com
Über 125.000 registrierte Mitglieder aus Österreich sowie über 15 Mio. aus dem Rest der Welt. Match.com – mittlerweile von NEU.de übernommen – bietet als kostenlose Service nur die Möglichkeit an, Kontaktanzeigen aufzugeben, dafür bietet die Seite die volle Suchfunktion.

Als besondere Funktionen sind hier der Zugriff auf internationale Kontaktanzeigen aus über 200 Ländern sowie auf Wunsch eine paarpsychologische Partnervermittlung zu nennen. In Österreich ist match.com seit 2002 vertreten und spricht eher Singles an, die es auf die ernsthafte Partnersuche und weniger den schnellen Flirt angelegt haben. Als zahlungspflichtiges Service wird das Versenden von FlirtMails angeboten.

ilove – www.ilove.at
Über 100.000 registrierte Mitglieder in Österreich, über 5 Mio. deutschsprachige insgesamt.
ilove bietet als besondere Funktionen einen Privat-Chat, Online-Freundeskreise sowie Model-Casting.

Partner.de – www.partner.de
Partner.de setzt als besondere Funktion auf sogenanntes „Match-Making“, indem Menschen mit gleichen Interessen und Lebenseinstellungen zusammengeführt werden. Zusätzlich wird noch ein umfangreicher wissenschaftlicher Test angeboten.

Was muss man berücksichtigen, welche Gefahren lauern?

Grundsätzlich sind Schüler/innen sowie Studenten/innen in hohem Maße gefährdet, da vor allem sie solche Dienste nutzen. Doch auch Firmennetze, in denen Mitarbeiter Social-Networks wie Facebook oder StudiVZ nutzen, sind für die Aktivitäten möglicher Angreifer eine Gefahr. Sogenannte Cyberkriminelle möchten ebenfalls von den Erfolgen von Social-Networking-Diensten profitieren, indem sie zum Beispiel gezielt einzelne Personen ausspionieren.

Ein weiteres Problem aus EDV-technischer Sicht ist die erhöhte Anzahl unerwünschter Nachrichten als Folge des zugelassenen E-Mail-Austausches auf diversen Plattformen. Noch dazu nerven oft lästige Produktwerbungen oder Versuche, den Benutzer auf eine Phishing-Webseite zu locken.

Fraglich ist außerdem die Kontrolle der Inhalte durch die Anbieter diverser Anzeigenportale. Ob und wieweit unangenehme oder unangebrachte Inhalte berücksichtigt werden ist unklar.

Anbei ein paar Sicherheitsregeln für Social-Network-Nutzer beziehungsweise Kontaktanzeigen-Portale-Nutzer in Bezug auf die Sicherheit im Netz als auch die persönliche Sicherheit.

– Die Verwendung desselben Passwortes für mehrere soziale Plattformen, besonders das Passwort für das primäre E-Mail-Konto ist nicht zu empfehlen.

– Einen PC verwenden, der frei von Viren ist sowie die neuesten Updates, Patches und Anti-Virus-Tools installiert hat.

– Vorsicht bei der Beantwortung von Anfragen völlig Fremder (bei Kontaktanzeigen-Portalen leider generell der Fall), sowie vor allem bei Einladungen durch die neue „Freunde“.

– Auf keiner dieser öffentlichen Seiten sollten persönliche Daten wie Handynummer oder genaue Wohnadresse preisgegeben werden.

– Schon bei der Anlegung seines Profils sollte man bedenken, welche Informationen man von sich preisgibt bzw. preisgeben möchte.

– Bei Veröffentlichungen im Internet wie beispielsweise Fotos aus der Jugendzeit oder bestimmte Hobbys und Vorlieben sollte man bedenken, dass diese Daten auch nach Jahren noch aufgerufen werden können.

Welche Rolle spielen Social Communities wie Studi VZ, Facebook & Co?

Sogenannte Social Communities spielen in unserer Gesellschaft eine wichtige Rolle. Für die Populationen der 10 – 30jährigen ermöglichen Social Communities eine – hoffentlich nur – ergänzende Reihe an Kontakten, welche nicht orts- oder zeitgebunden sind.

Facebook beispielsweise hatte eigenen Angaben zur Folge im April 2009 mehr als 200 Millionen Nutzer weltweit. Ursprünglich 2004 von Mark Zuckerberg für Studenten der Harvard University entwickelt, begeistert die Plattform neben anderen Social Communities die meisten User.

Auch studiVZ – gegründet 2005 – war ursprünglich für Studenten in Deutschland, Österreich und der Schweiz konzipiert. Inzwischen weißt der Betreiber über 12 Millionen registrierte Mitglieder auf.

[nicer]

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2 Comments

  1. N. Muenchen
  2. Lila Preiß