Liebe auf den ersten Blick

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Mythos oder Wunder?

Mythos oder Wunder?

Beim Anblick des “Anderen“ verschlägt es einem die Sprache, das Herz klopft buchstäblich bis zum Halse, uns wird heiß und kalt zugleich. Eine Art rauschähnlicher Zustand beginnt und nichts ist mehr so, wie es vorher war. Boom! Mit voller Wucht hat sie uns erwischt. Die Liebe auf den ersten Blick.

Die meisten von uns träumen von der ganz großen Liebe, die uns jeden Tag aufs Neue glücklich macht und ein Leben lang hält. Viele haben ihren Märchenprinzen oder ihre Traumprinzessin schon gefunden, doch nicht immer ist es “Liebe auf den ersten Blick “. Doch gibt es sie überhaupt? Die Liebe auf den ersten Blick?

Liebe ist nicht etwas, dass in einem kurzen Augenblick oder von Heute auf Morgen entsteht. Wahre Liebe ist ein tiefes Gefühl, das langsam wächst und sich erst im Laufe einer Partnerschaft entwickelt. So gesehen ist “Liebe auf den ersten Blick“ nicht möglich.

Ob wir uns wiederum in jemanden verlieben (oder zumindest verlieben “könnten“), steht nach den ersten paar Sekunden fest. Genau genommen sogar Millisekunden. Hat uns Amors Pfeil schlagartig getroffen, jagen einem die Blicke des anderen Schauer über den Rücken, unsere Beine fühlen sich an wie Pudding und wir werden von einer Schmetterlingsinvasion im Bauch überrollt. Keine Chance auf Entrinnen.

Ein heftiges verknallt oder verliebt sein “auf den ersten Blick“ ist sehr wohl möglich und wie jeder aus eigener Erfahrung weiß, gar nicht mal so selten…

Gleich und gleich gesellt sich gern

Einen ersten Hinweis, warum uns bestimmte Menschen anziehen und andere wiederum nicht, gibt die Sympathieforschung. Demnach sind sich Menschen sympathisch, weil sie Übereinstimmungen feststellen. “Der andere denkt wie ich, verhält sich wie ich, hat ähnliche Einstellungen wie ich, oder hat in seinem Leben ähnliche Erfahrungen oder Entscheidungen gemacht.“

Je mehr Ähnlichkeiten wir feststellen, desto sympathischer sind wir uns. Dieses Muster gilt, wann immer Menschen aufeinander treffen: bei der Arbeit, beim Einkaufen, beim Zahnarzt, etc. Vom Beginn an des Kennenlernens, herrscht eine extreme Anziehungskraft. Nach wenigen Minuten, hat man das Gefühl, man kenne die Person schon ewig, so, als würde man einen guten alten Bekannten wieder treffen. Nun- schön und gut. Um sich zu verlieben gehört aber weitaus mehr dazu, als den anderen sympathisch zu finden…

Attraktivitäts-Matching

Die erste Auswahl, wenn es um die Wahl des Partners geht, ist das Aussehen. Wir können zunächst nur beurteilen was wir sehen. In sekundenschnelle entscheiden wir darüber, ob uns jemand gefällt oder nicht. Wer also schon beim ersten Blick durchfällt, hat wenig Chancen, seine guten Eigenschaften und seine “inneren Werte“ zu zeigen.

Das bedeutet aber nicht, dass alle hübschen Menschen einen Partner finden und alle hässlichen für immer Single bleiben. In den meisten Fällen verhält es sich so, dass wir uns einen Partner aussuchen, der einen ähnlich hohen Attraktivitätslevel besitzt, wie wir selbst. Ein athletisch gebauter und durchtrainierter junger Mann, wird wenig gefallen an einer unsportlichen und vielleicht etwas molligeren Frau haben. Das heißt vereinfacht gesagt: Wer “schön“ ist, hat eher auch einen “schönen“ Lebensgefährten und wer selbst “hässlich“ ist, hat eher ein “hässliches“ Pedant. Dieser Effekt ist in der Forschung auch als “Attraktivitäts- Matching“ bekannt.

Was wir sexy finden

Wir finden am anderen Geschlecht genau diese Merkmale besonders sexy, die uns vom “ihm“ unterscheiden. Bei Männern gelten, ein kräftiger, breiter Unterkiefer, Augenbrauenwülste, eine eher etwas größere Nase und dicke tiefliegende Augenbrauen als attraktiv. Bei Frauen sind es genau die entgegengesetzten Merkmale: ein kleines Kinn, ein zierlicher Unterkiefer, eine kleine Nase, eine gewölbte Stirn und dünne, hochliegende Augenbrauen. ( generell Merkmale des Kindchenschemas).

Partnerähnlichkeits-Hypothese

Studien haben gezeigt, dass sich viele Paare in ihren Gesichtszügen stark gleichen. Sie besitzen eine ähnliche Gesichtsform oder ähnliche Gesichtszüge (zB.: volle Lippen, kräftiges Unterkiefer, kleine Nase..) Doch Vorsicht! Die Ähnlichkeitsthese hat definitiv ihre Grenze!

Ein besonders männlich aussehender Mann würde bestimmt keine Partnerin wollen, die genauso männlich aussieht wie er. Ähnlichkeit ja, aber in Kombination mit den begehrenswerten Merkmalen des anderen Geschlechts.

Innere Werte

Die optische Anziehung stellt zwar den Ausgangspunkt einer Beziehung dar, doch natürlich entscheidet sie nicht nur alleine, ob zwei Menschen zusammenpassen oder nicht. Charakter, Persönlichkeit, Ehrlichkeit, Humor und Ausstrahlung, sind neben dem Aussehen noch immer wichtige Faktoren, die darüber entscheiden, ob zwei Menschen sich attraktiv finden.

Ein angenehmer Charakter macht tatsächlich “schöner“ im Auge des Betrachters. Frauen und Männer mit positiven Eigenschaften, wie Ehrlichkeit, Warmherzigkeit, Großzügigkeit oder Hilfsbereitschaft, werden automatisch attraktiver beurteilt als solche, die als unfair und unhöflich gelten. Sobald wir also vom angenehmen Wesen einer Person erfahren, wird der/diejenige anziehender und sieht für den Betrachter plötzlich auch viel besser aus.

[nipete]

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