Lust-Therapie: Sex gegen Infektionen

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Lust-Therapie; Ansichtsbild

Sex macht stark gegen Infektionen

Ja, ja – richtig gelesen. Diesmal geht es nicht um unangenehme oder gar gefährliche Infektionen, die man sich bei ungeschützten Schäferstündchen holen kann. Nein, diesmal geht es um die positive Gesundheitswirkung, die Sex hat. Sex stärkt die Abwehrkräfte, trainiert das Immunsystem und macht gute Laune. Mit einem Wort: Sex ist gesund, und zwar richtig. Wir haben uns auf die Suche nach den Fakten hinter der reisserischen Schlagzeile gemacht ….

Mit der Lust-Therapie die Abwehrkräfte stärken

Oh wie fein, keine Medikamente, kein Spitalsaufenthalt, nein, purer, leidenschaftlicher Sex hilft kleinere und auch größere Wehwehchen zu heilen bzw. vorzubeugen. Klingt etwas weit hergeholt, stimmt aber.

Hier die Fakten: wenn zwei Menschen intim miteinander sind, kommen sie sich dabei so nahe, dass das Immunsystem denkt, es müsse etwas gegen mögliche Krankheitserreger des Partners tun. Darum schickt es eine regelrechte Armee an Abwehrzellen (Immunglobuline) aus, die die Aufgabe haben, alles zu bekämpfen, was ihnen in die Quere kommt. Immunglobuline sind wichtige Abwehrstoffe im Kampf gegen Infektionen.

Nach einer Studie amerikanischer Forscher wiesen Testpersonen, die ein bis zweimal pro Woche Sex hatten, einen entschieden höheren Immunglobulinspiegel auf als diejenigen, die entweder ganz auf Sex verzichteten oder aber mehr als dreimal wöchentlich Verkehr hatten. Die derart gestärkten Abwehrkräfte helfen so mit dass Kopfschmerzen und Erkältungen schneller abklingen und kleinere Wehwehchen besser heilen.

Sex hält gesund

Aber nicht nur vergleichsweise harmlose Beschwerden wie Kopfweh und Migräne können durch regelmäßigen Geschlechtsverkehr gelindert werden, Sex stärkt auch das Herz-Kreislaufsystem und kann damit nachweislich Herzinfarkt verhindern. Amerikanische Studien haben nämlich gezeigt, dass zwei Drittel der männlichen Herzinfarktpatienten sexuell frustriert waren. Weitergehende Untersuchungen kamen dann zum Ergebnis, dass zweimal Sex pro Woche das Infarktrisiko bei Männern fast um die Hälfte reduziert. Als Erklärung dient dafür die vermehrte Bildung von Stickstoffmonoxid bei der Erektion, weil es die Blutgefäße öffnet.

Aber auch Frauen profitieren gesundheitlich von regelmäßiger sexueller Aktivität. Neben der schmerzlindernden Wirkung bei Migräneattacken, werden auch Regelschmerzen mit der Zeit schwächer. Zudem wird durch die erotische Ertüchtigung die Beckenbodenmuskulatur gestärkt, was wiederum Blasenschwäche im Alter vorbeugt.

Selbst das Krebsrisiko soll durch regelmäßigen Sex gesenkt werden. Junge Männer, die im Alter zwischen zwanzig und dreißig fünf oder mehr Ejakulationen pro Woche haben, verringern ihr Risiko für Prostatakrebs im späteren Lebensalter um ein Drittel, haben australische Forscher nachgewiesen. Dabei sorgen – vereinfacht gesagt – gut gespülte Leitungen für weniger Zellschädigung und damit ein geringeres Prostatakrebs-Risiko.

Die Wissenschaft liefert also gute Argumente für mehr Leidenschaft im Bett. Aber es kommt noch besser.

Sex hebt die Stimmung

Auch wenn es trivial klingt, so steckt mehr dahinter als der Spaß an der Freud‘. Denn beim Liebesspiel strömen Endorphine durch den Körper und erhellen so das Gemüt nachhaltig. Die aufheiternde Stimmung kann nämlich bis zu 24 Stunden anhalten – das erklärt vielleicht das seltsam dämliche Grinsen mancher Zeitgenossen am Tag nach dem erotischen Infight ;o)

Spaß beiseite, durch die langanhaltende Wirkung von regelmäßig praktiziertem Sex kann langfristig sogar Depressionen und Angststörungen entgegengewirkt werden. Außerdem senkt Sex den Stresspegel und macht widerstandsfähiger gegen Stress. Schottische Forscher konnten nachweisen, dass der Blutdruck von Menschen, die regelmäßig Sex haben, in Stress-Situationen weniger ansteigt als bei Sex-abstinenten Personen.

Darüber hinaus fördert Sex den gesunden Schlaf. Denn beim Austausch erotischer Zärtlichkeiten wird ein Hormon (Oxytocin) ausgeschüttet, das einen positiven Effekt auf die Schlafphasen hat. Guter Schlaf wiederum senkt den Blutdruck, sorgt für psychische Stabilität und Ausgeglichenheit. Außerdem sorgt das Hormon dafür, dass man sich dem Partner noch verbundener fühlt. Gerade gestresste oder viel beschäftigte Menschen können sich mit Sex also hervorragend harmonisieren.

Braucht es noch weitere Gründe um sich sofort die Kleider vom Leib zu reißen und über den Geliebten herzufallen? Eben, ab ins Bett!

[red]

Linktipps:

– Guter Sex, gesunde Seele
– Oxytocin – das Liebeshormon
– Sexualität im Alter