Seitensprung: Fremdgehen in der Beziehung

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Tipps um einen Seitensprung zu verhindern

Seitensprung: Gelegenheit macht Liebe

Seitensprung-Portale und Blind-Date-Plattformen im Internet boomen seit Jahren. Scheinbar ist der Reiz einer geheimen Affäre oder eines spontanen One-Night-Stands für viele zu verlockend, als dass sie auf eine derartige Erfahrung verzichten wollen. Anders lässt sich die Erfolgsstory der zahlreichen einschlägigen Webportale kaum erklären. Dass aber hinter jedem Seitensprung ein massiver Vertrauensbruch liegt, der einer Beziehung oder Ehe nachhaltigen Schaden zufügen kann, wird von den „Tätern“ oftmals verdrängt.

Damit kein Missverständnis aufkommt: wir wollen hier weder die Moralkeule schwingen, noch als Hüter der Treue auftreten, aber etwas mehr Anstand und Fairness dem Partner gegenüber würde wohl das Zerbrechen der einen oder anderen Beziehung verhindern. Oder auch nicht.

Wir sind jedenfalls der Frage nachgegangen, wie der „klassische Seitensprung“ zustande kommt und welche Tipps es gibt um Fremdgehen zu vermeiden bzw. zu verhindern.

Moral und Treue – Werte von gestern?

Wenn man diversen Umfragen Glauben schenken kann, scheint das eigene Schlafzimmer als Spielwiese mit dem eigenen Partner, der eigenen Partnerin oft nicht mehr aufregend genug. Geschätzte 50 Prozent aller verheirateten Frauen und Männer sollen während einer aufrechten Ehe einmal oder mehrmals fremdgehen.

Über 14 Millionen Treffer weist die Suchmaschine Google zum Suchbegriff „Seitensprung“ im deutschsprachigen Internet auf und auch die gigantische Zahl an Suchabfragen belegt das riesige Interesse an dem Thema. Kein Wunder also, dass sich Seitensprung-Agenturen und Kontaktbörsen freudig die Hände reiben, denn die Nachfrage will gewinnbringend befriedigt werden.

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Und es sind längst nicht nur Männer, die deratige Dienste und Seiten in Anspruch nehmen, Frauen stehen dem sogenannten starken Geschlecht in dieser Hinsicht mittlerweile um nichts nach. Umfragen attestieren dem weiblichen Geschlecht mittlerweile einen ebenso legeren Umgang mit der Treue wie Männern. Auch wenn solche Statistiken mit Vorsicht zu genießen sind – immerhin fallen diejenigen Befragten, die sich nicht dazu bekennen, durch den Raster – so zeigt sich ein eindeutiger Trend in diese Richtung. Es scheint so, als wollten Frauen auch in dieser Hinsicht den Männern gegenüber gleichberechtigt sein.

Auf den ersten Blick hat es jedenfalls den Anschein, als würden bestimmte Werte und Tugenden in der modernen Gesellschaft nicht mehr viel zählen. Bei genauerer Betrachtung entpuppt sich dies allerdings als vorschnelles Urteil, denn Seitensprünge und Affären sind längst keine Erfindung der Gegenwart. Unbestritten ist aber, dass sich die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen durch die Emanzipation der Frau – und ihrer damit verbundenen finanziellen Unabhängigkeit vom (Ehe)mann – in den letzten Jahrzenten grundlegend geändert haben. Ob dies allerdings einen Verfall der Sitten mit sich gebracht hat, oder ob Untugenden nun einfach transparent geworden sind, wäre einer genaueren Betrachtung wert. Dazu jedoch ein andermal. Unbestritten ist allerdings, dass mit der Etablierung der Neuen Medien die Anbahnung und Durchführung von Seitensprüngen maßgeblich vereinfacht wurde.

Gründe für einen Seitensprung

Fremdgehen hat System, denn hinter den allermeisten Seitensprüngen stecken nicht etwa sexuelle Gelüste, sondern vielmehr der Mangel oder das Unvermögen an Kommunikation mit dem Partner. Die dadurch entstehenden Missverständnisse führen oft zu Frustration und Langeweile. Männer wenden sich dann auf der Suche nach Verständnis und Abenteuer anderen Frauen zu, die ihrerseits ehrliches Interesse signalisieren und sexuelle Wünsche und Praktiken mit dem Liebhaber teilen.

Das Wort Liebhaber ist in diesem Zusammenhang aber genauer zu erörtern, denn um Liebe geht es – zumindest bei den männlichen Seitensprüngen – in den seltensten Fällen. Männer trennen üblicherweise ganz klar zwischen Sex und Liebe. Die meisten würden nach einem Fehltritt nicht im Traum daran denken, das gemachte Nest zu verlassen.

Frauen hingegen investieren beim Fremdgehen viel mehr Gefühl und gehen dabei auch wesentlich raffinierter vor. Mit ein Grund, weshalb Liebschaften und Affären bei Frauen vermutlich seltener ans Tageslicht kommen als bei Männern. Als häufigste Gründe für einen Seitensprung nennen Paartherapeuten und Sexualforscher:

  • Aufmerksamkeitsdefizit: Emotionale Nähe und Kommunikation kommen in der eigenen Partnerschaft zu kurz.
  • Frust: Kein Streicheln, Kuscheln, keine körperliche Nähe – zu wenig Zärtlichkeit im Alltag lässt die eigene Beziehung auf Sparflamme laufen.
  • Selbtwertgefühl: Mangelnde Aufmerksamkeit des Partners führen dazu, dass so mancher seinen „Marktwert“ testen will, auch um wieder Selbstvertrauen zu entwickeln.
  • Verlockende Versuchung: Seien wir ehrlich, eine unwiderstehliche Gelegenheit kann schon so manchen Hormonhaushalt durcheinanderwirbeln.
  • Schlechter Sex, mieses Timing: Unerfüllte sexuelle Sehnsüchte, nicht Häufigkeit und Dauer, sind oft der Grund für einen Seitensprung, da gibt es keinen Zweifel. Nicht nur mangelnde Kommunikation oder fehlende Offenheit sind dafür verantwortlich, auch die physische Programmierung leistet diesem Umstand Vorschub. Denn während Männer ihre sexuell aktivste Phase um die 30 haben und danach langsam, aber kontinuierlich abbauen, laufen Frauen dagegen bis Ende 30 zur sexuellen Höchstform auf und stürzen erst mit dem Beginn der Wechseljahre in eine vorübergehende Phase abnehmender Wollust. Das Ende des gemeinsamen Zeitfenster von wenigen Jahren, in denen männliche sexuelle Aktivität und rasant steigende weibliche Lust ähnlich intensiv sind, ist nicht selten das Ende der Beziehung.

Es bleibt die Erkenntnis, dass es DEN Grund für einen sexuellen Fehltritt ebensowenig gibt wie DEN Ratschlag, damit es gar nicht so weit kommt. Die Gründe für Fremdgehen sind so vielfältig wie die Charaktereigenschaften der betroffenen Partner. Jedes Paar muss individuell verhandeln, was exklusiv für den Partner bestimmt ist. Und ob eine marode Beziehung nach einer Affäre noch einmal zusammenwachsen kann, weiß man leider erst hinterher.

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