Sex im Urlaub – worauf Ihr achten müsst

Sex im Urlaub kann schon was, egal ob in einer Partnerschaft vom Alltag befreit oder als Single auf neuen Pfaden unterwegs. In den freien Tagen ist man üblicherweise entspannter als sonst, hat Zeit und Ruhe für die schönen Seiten des Lebens und die Sonne bringt die Hormone zusätzlich in Wallung. Die fremde Umgebung, gutes Essen, neue Bekanntschaften – all das reizt zusätzlich die Sinne und steigert die Lust auf alles. Nur allzu gern lässt man sich hinreißen und es spricht auch nichts gegen einige in jeder Hinsicht entspannte Tage. Doch es gibt ein paar Dinge, die es zu beachten gilt, um den Spaß dann nicht vielleicht doch zu bereuen.

Wir alle lieben das lockere und unbeschwerte Leben in der Urlaubszeit und wann, wenn nicht jetzt, wäre eine gute Gelegenheit für eine wunderbare sexuelle Erfahrung. Fein, wenn ein Partner an der Seite ist, der das genauso sieht, aber auch Singles haben ein Sexleben – auch im Urlaub! Halbnackte Körper in Bikini und Badeshorts, sonnengebräunt und im besten Fall gut durchtrainiert senden zudem eindeutige Reize aus….

Day-After-Sex-Hangover – Nein Danke!

Am Anfang unverfängliches Flirten, eventuell ein bisschen mehr Alkohol als sonst und generelles laissez-faire führen unter Umständen zu spontanen Erlebnissen – wie z.B. Sex im Urlaub. Manchmal jedoch auch zu ungeplantem ‚Day-After-Sex-Hangover’. Der wichtigste Tipp um den zu vermeiden: Immer nur soviel Alkohol trinken, wie man verträgt! Denn wenn man sich den Urlaubsflirt erst ‚schön-trinken’ muss, ist das tendenziell keine gute Voraussetzung dafür, dass man am nächsten Morgen auch noch nebeneinander aufwachen wird wollen.

Heiße Anreise geplant?

Manchmal ist ja schon der Weg das Ziel…. In diesem Sinn: Habt Ihr schon während der Anreise Lust aufeinander? Hier gilt definitiv „nicht erwischen lassen!!“. Denn Sex an öffentlichen Orten gilt so gut wie überall auf der Welt als Erregung öffentlichen Ärgernisses. Im Übrigen zählt auch das eigene Auto als ‚öffentlicher Ort’ wenn es an einem Platz steht wo andere Menschen vorbeikommen (können).

Wird man in Deutschland erwischt, kommt man bei einem entsprechenden Delikt noch relativ glimpflich davon. ‚Im besten Fall‘ kriegt man eine Geldstrafe aufgebrummt, im schlimmsten Fall ist mit einer Haftstrafe von bis zu einem Jahr zu rechnen. Südliche Länder ahnden ‚Verbrechen’ dieser Art meist strenger, und vor den möglichen Konsequenzen der Erregung öffentlichen Ärgernisses in z.B. muslimischen Ländern wollen wir hier mal gar nicht sprechen…

Trotz immer wieder kolportierter spannender Stories: auch oder besonders vor Sex im Flugzeug ist dringend abzuraten. Dieser exklusive Spaß kann dazu führen, dass die Fluggesellschaft den Weiter- oder Rückflug ablehnt.

Sex on the beach?

Nein, wir sprechen hier nicht vom gleichnamigen Cocktail, sondern von ‚echtem’ Sex on the beach. Für all jene, die diesbezüglich Erfahrung haben und nicht behelligt wurden: gut, dass ihr nicht erwischt wurdet! Sex am Strand ist nämlich in jedem Land der Welt tabu. Selbst in Deutschland fällt dies unter Erregung öffentlichen Ärgernisses und kann ebenso wie Sex im Auto mit einer Haft- oder Geldstrafe geahndet werden.

Die möglichen Strafrahmen reichen von empfindlichen Geldstrafen bis zu unbedingten Haftstrafen. In Spanien sind Geldstrafen bis zu 1.800 Euro (Costa Brava in Tossa de Mar) belegt, Dänemark bestraft mit bis zur vier Jahren Gefängnis, Rumänien gar mit bis zu sieben Jahren Haft.

Sex mit Unbekannten?

Der Spaß an der Lust und der Reiz des Neuen seien jedem und jeder gegönnt, jedoch bitte nicht ungeschützt!! Safer Sex muss gerade im Urlaub absolute Prämisse sein!! Wer auf der Suche nach einem potentiellen Sexpartner ist, MUSS Kondome dabei haben!! Keine Nummer der Welt kann so vielversprechend sein, dass man dafür Geschlechtskrankheiten, Aids, oder – als Frau – eine Schwangerschaft riskiert. Heißer Sex ist gut – heißer ungeschützter Sex ein absolutes Tabu!!

Andere Länder, andere Sitten – was darf man in der Öffentlichkeit?

Auch sie gilt es zu beachten: Regeln und Sitten anderer Länder. Denn was zu Hause vielleicht erlaubt ist, kann in einem fremden Land schnell Anstoß erregen. Vor allem was die Themen Intimität und Sex betrifft.

Gerade in islamisch geprägten Urlaubsländern ist öffentlich bekundete allzu liebevolle Zuneigung zum Partner nicht unriskant. In Dubai können nach Angaben der landeseigenen Tourismusbehörde etwa bereits Küsse und sogar Umarmungen als anstößige Handlungen geahndet werden.

Wie dort aber auch in anderen muslimisch oder buddhistisch geprägten Ländern allzu deutlich zur Schau gestellte Intimität be- und verurteilt wird, wollen wir Euch im Detail gar nicht erläutern. In aller Kürze: riskiert es nicht, wenn Euch Eure Leben in Gesundheit und Freiheit etwas wert sind!

Und dabei ist es ganz egal, ob man verheiratet ist oder nicht! Aber nicht nur in Dubai oder ähnlich exotischen Destinationen ist Gefahr im Verzug – auch in der Türkei, in Istanbul genauso wie in entlegeneren Gegenden, können außerhalb der eigenen vier Wände stattfindende Zärtlichkeiten sanktioniert werden.

Im Hotel hingegen herrscht Privatsphäre. Was hinter der Zimmertür passiert, bleibt selbstverständlich jedem Gast überlassen. Sollte es jedoch zu laut werden, riskieren die Liebenden eine Ermahnung durch das Hotelpersonal und im schlimmsten Fall den Rauswurf.

Und bei weitem nicht jedes Hotel toleriert es, wenn ‚hotelfremde’ Personen aufs Zimmer mitgenommen werden. Auch diesbezüglich empfehlen wir das Studium der Hausordnung und einen besonnen Umgang.

Privatsphäre versus Gesetzeslage

In manchen Ländern kann alleine schon die Tatsche, dass ein Pärchen nicht verheiratet ist, Probleme mit sich bringen. Unverheiratete Paare sollten sich in Ländern wie Ägypten oder Marokko abseits der großen Touristenmetropolen erkundigen, ob gemeinsame Zimmerbuchungen überhaupt möglich sind. Und selbst wenn, wird es Euch der Gastgeber danken, wenn Ihr einen eher zurückhaltenden Umgang miteinander pflegt. Schließlich hat auch er Nachbarn, die vielleicht nicht so tolerant sind, wie er…

Auch Ehebruch wird in einigen Ländern hart sanktioniert. In Madagaskar müssen Ertappte z.B. mit einer ordentlichen Freiheits- oder Geldstrafe rechnen, in Laos kann eine intime Beziehung zwischen Ausländern und Laoten generell mit Haft- oder Geldstrafen bis 5.000 US-Dollar geahndet werden.

Prostitution ist ein Kapitel für sich – hier hat jedes Land seine eigenen Gesetze und wer sich ‚Liebe’ kaufen will, sollte sich vorab nach den landeseigenen ‚Spielregeln’ erkundigen, um nichts zu riskieren. Denn auch in vermeintlich liberalen Gesellschaften wie der USA, gelten in manchen Bundesstaaten ausgesprochen strenge Gesetze. Schweden ist ebenfalls ein gefährliches Pflaster – weniger für jene, die käufliche Liebe anbieten, als vielmehr für Freier. Prostitution ist in Schweden seit 1998 nicht mehr legal, Freier unterliegen der Strafverfolgung.

Für uns Mitteleuropäer kaum vorstellbar – aber auch Homosexualität ist im 21. Jahrhundert in etlichen Ländern noch immer ein Straftatbestand. Entsprechend ausgetauschte Zärtlichkeiten bitte also gut überlegen!

Ebenfalls beachtenswert: Jugendschutzgesetze! Bei allem Verständnis für strengste Gesetze gegen Kindesmissbrauch – in einigen Bundesstaaten der USA werden die Altersschutzgrenzen für unsere Verhältnisse sehr eng gefasst und ein einziger Geburtstag kann dazu führen, dass aus legalem Sex zwischen Jugendlichen illegaler Sex zwischen einem Erwachsene und einem Jugendlichen wird. Unser Tipp: Be careful!!

Sex im Urlaub für Singles

Nach all diesen wichtigen ‚Rechts-Informationen‘ nun aber nochmal zu den schönen Seiten der unbeschwerten Ferienzeit. Hier ein paar Tipps für eine gelungene Urlaubsplanung – mit allem was dazu gehört – für Singles. Im Vorfeld sollte folgende Fragen beantwortet werden: Soll das ein Urlaub sein, in dem auch ein sexuelles Abenteuer Platz haben kann? Und was erwarte ich mir in diesem Urlaub? Will ich nur lockere Flirts, will ich handfeste erotische Abenteuer und Sex im Urlaub erleben oder eventuell gar einen Beziehungspartner finden?

  • Für lockere Flirts geeignet: Strand- oder Skiurlaub, Bus- oder Studienreisen
  • Für erotische Abenteuer denkbar: Cluburlaube, Party-Inseln (Orte mit guter Partyszene: Ibiza, Mallorca, Bulgarien…)
  • Um einen Beziehungspartner zu finden am ehesten: Sport- Kultur- oder deklarierte Single-Reisen

Und auch wenn es vielleicht bequemer ist: die Mutter oder die beste Freundin/den besten Freund als Begleiter zu haben ist in Urlauben, in denen es vor Erotik auch mal knistern soll, nicht unbedingt von Vorteil:-).

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