Sexuelle Fantasien

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Sexuelle Fantasien von Frauen und Männern

Erotisches Kino im Kopf: alles kann, nichts muss sein ….

Was kann sein? Was ist möglich? In seiner Fantasie ist der Mensch frei und kann seine Wünsche und (sexuellen) Träume ausleben. Vom Blümchensex bis zur bizarren Vorstellung – die Palette ist umfassend.

Umso stärker dabei das Tabu, desto stärker wird auch oft die Fantasie und gewinnt dadurch mehr Raum. Vorsicht ist allerdings beim Ausleben der sexuellen Träume geboten, denn von der totalen Erfüllung zur absoluten Entgleisung ist es nur ein kleiner Schritt. Ihr solltet Euch also, mit kleinen Schritten Eurem Partner annähern, um herauszufinden, was geht und was zu weit geht …

Sexuelle Fantasien sind ein wichtiger Teil der Sexualität des Menschen. Die schönste Nebensache der Welt wird bereits seit Beginn der Menschheit künstlerisch dargestellt (Venus von Milo). Sexuelle Wünsche werden mehr oder weniger offensichtlich in der Malerei, Musik oder im Film aufgegriffen. Schon elf bis dreizehnjährige beginnen über Sex zu fantasieren, dabei weicht der Inhalt der Fantasien bei Männern und Frauen nicht stark voneinander ab. Unter den top ten beider Geschlechter sind sowohl orale Fantasien als auch romantische Träume und Dominanz präsent.

Entwicklung

Sexuelle Fantasien verändern sich im Laufe des Lebens einer Person. Sexuelle Träumereien sind in jungen Jahren, vor allem in der Pubertät, besonders häufig und nehmen mit zunehmendem Alter ab. Sind es anfänglich eher erotische Beziehungsvorstellungen, so werden diese im Lauf der Zeit direkt auf die Sexualität bezogen. So träumen junge Mädchen die sexuell noch unerfahren sind oft vom romantischen Sex am Strand unter Palmen. Die Umsetzung vieler Träume erweist sich jedoch oft als „Traumkiller“, der in der Fantasie erscheinende tolle Sex am Strand entpuppt sich nur allzu oft als sandige, kratzige unangenehme Angelegenheit und verliert dadurch auch den Reiz eines Tagtraumes.

Erotische Vorstellungen können träumerische (zukünftige) Wünsche sein, oder das Wiederaufleben von bereits erlebten Situationen. Sie beflügeln die Sexualität, können sexuelle Erregung bewirken und dazu führen, reale sexuelle Aktivitäten aufzunehmen. Die meisten Personen fantasieren wenn sie sich selbst befriedigen, viel weniger haben Fantasien während des Koitus.

Umsetzung?

Viele sexuelle Fantasien sind harmlos und lassen sich ohne weiteres in die Realität umsetzen. Oft sind Wünsche und Tagträume nicht dazu bestimmt, realisiert zu werden. Sie bleiben eine ewige, perfekte Vorstellung einer Situation, ein Geheimnis das bewahrt wird. Man möchte sie nicht freilassen oder umsetzen. Leider passiert es, dass eine Fantasie zu viel Raum gewinnt und zu mächtig wird. Sie spukt im Kopf herum und nimmt viel Energie in Anspruch.

Ist dies eine harmlose Fantasie so kann man sie vielleicht eines Tages problemlos ausleben. Handelt es sich dabei aber um Wünsche die sich negativ auf andere Menschen auswirken, wie zum Beispiel seinen Sexualpartner zu erniedrigen, so ist die Umsetzung sehr schwierig. Man muss erst eine Person finden, die masochistisch veranlagt ist und eben diesen Wunsch teilt. Sexuelle Fantasien unterliegen keinen Gesetzen, Zwängen oder gesellschaftlichen Normen. Die Grenze sind die eigenen Moralvorstellungen, wobei Tabubrüche oft reizvoll sind. Wenn diese Wünsche jedoch in die Außenwelt geraten sind sie ethischen Grundlagen und Werten, die als Gesetze formuliert sind unterworfen, die dazu dienen Schwächere zu schützen.

Haben sich Fantasien im Laufe der Zeit verändert?

Wirklich beantworten kann dies wohl niemand, doch die Umsetzung der sexuellen Träume ist eine andere. Konnte im 19. Jahrhundert eine Frau deren Knöchel sichtbar waren einen Mann aus der Fassung bringen, so waren dies in der Mitte des 20. Jahrhunderts die Pin-upgirls und später Frauen mit nackten Brüsten auf diversen Magazinen die die Gesellschaft zu peinlich berührte. Phantasien verlieren durch ständige Wiederholung ihre Wirkung, so dass die Umsetzung immer extremer wird. Wurden vor zehn Jahren erotische Filme nur nach Mitternacht ausgestrahlt, so geschieht dies heute schon viel früher. Mit dem Internet ist eine zusätzliche Quelle des Sexkonsums entstanden, die Seiten zu allen möglichen sexuellen Vorlieben und Träumen bietet.

Sexuelle Fantasien sind ein wichtiger Bestandteil einer Partnerschaft, die diese bereichern und intensivieren können. Mit dem nötigen Vertrauen und der Bereitschaft auch etwas Neues auszuprobieren, kann die Fantasie zur dauerhaften Stabilität und Kreativität in einer Beziehung beitragen und die gelebte Sexualität dem Alltagstrott entfliehen.

[andreber]

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