Sperma-Guide 2 – jetzt wird’s saftig

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Sperma-Guide - Infos rund um das männliche Ejakulat

Sperma-Guide: heiß, heiß Baby

Nach dem – für hiesige Verhältnisse – doch etwas steifen (sic!), fast wissenschaftlichen ersten Teil zum Thema Sperma und männliche Ejakulation, wollen wir im zweiten Teil unseres Sperma-Guides saftige Tatsachen sprechen lassen. Hier geht es also um den erotischen Teil des Samenschleuderns, garniert mit einigen wirklich witzigen Informationen zum Schmunzeln.

Nachdem Inhalt, Form und Konsistenz des Ejakulats bereits im ersten Teil eingehend behandelt wurden, folgen nun einige kleine, aber nicht minder bedeutende Details, die vor allem praktische Schlüsse beim Liebesspiel ziehen lassen. Habt ihr etwa gewusst, dass der bisherige Rekord beim Abspritzen, also die weiteste medizinisch registrierte Ejakulation, bei 29,7 Zentimetern liegt? Wir auch nicht, glauben aber – basierend auf eigenen Erfahrungen – dass es durchaus weiter geht.

Und wie steht es mit dem Wissen über die Spermamenge pro Ejakulation? Auch wenn die männlichen Protagonisten in Pornofilmen abspritzen wie Feuerwehrkommandanten mit ihren potenten Löschschläuchen, so beträgt die durchschnittliche Ejakulationsmenge tatsächlich „nur“ 4 Milliliter (entspricht ca. dreieinhalb Kubikzentimetern), also im Schnitt etwa einen Teelöffel voll des männlichen Lustsaftes. Und wie es die Bildunterschrift so schön doppeldeutig umschreibt, wollen wir der Form halber natürlich darauf hinweisen, dass der weiße Saft hauptsächlich der Fortpflanzung dient („der macht die Babys“) und nur als „Nebeneffekt“ auch (mehr oder weniger) schön anzuschauende Schweinereien beim erotischen Tête-à-Tête bringt. Wobei wir wieder beim eigentlichen Thema angelangt wären:

Spucken oder schlucken

Nach der Darstellung in Hardcore-Filmen lieben es Männer, ihren Saft möglichst breit in der Gegend zu verstreuen, besser zu verspritzen. Gesichtsbesamungen und Ganzkörperbesudelungen stehen als Abschluss einer heißen Szene bei Pornoproduzenten hoch im Kurs, doch das hat nicht nur mit der Erwartungshaltung des Publikums zu tun. Ursprünglich war es die Notwendigkeit eines „sichtbaren“ Abschlusses, der zu den ansehnlichen Samenergüssen führte. Dem Zuschauer musste der Höhepunkt signalisiert werden, deshalb kommt es zumeist außerhalb der Partnerin/des Partners zu sichtbaren Ejakulationen.

Aber um ehrlich zu sein, natürlich gefällt es den meisten Männern. Ebenso wie die Vorstellung, dass der Sexpartner nach dem Höhepunkt den Samen vollkommen verschluckt. Zumindest in diesem Bereich klaffen enorme Lücken zwischen erotischer Wunschvorstellung und Realität. Nur den allerwenigsten Frauen macht es Spaß, den Liebessaft zu schlucken, die meisten mögen Sperma nicht einmal im Mund haben.

Und dies aus durchaus nachvollziehbaren Gründen: Schließlich ist der Geruch und der Geschmack nicht besonders antörnend und hängt stark damit zusammen, was der Mann vorher zu sich genommen hat.

„Was sich eine Frau in den Mund steckt, sollte schon gut sein“, sagte sich die in Hamburg praktizierende Diplom-Psychologin und Sexualtherapeutin Angelina Borgaes und bat rund 50 Frauen im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie darum, den Sperma-Geschmack ihres Partners zu beurteilen, und zwar jeweils dann, wenn er vorher bestimmte Nahrungsmittel gegessen hatte. Die befragten Personen waren zwischen 20 und 40 Jahren, mindestens ein Jahr in der Beziehung und praktizierten regelmäßig Oralverkehr. Die Männer hatten keine körperlichen Grunderkrankungen (wie Blutzuckerkrankheit u. ä.), nahmen keine Dauermedikamente ein und auch keine Drogen (wie Haschisch etc.) – denn diese Faktoren wirken sich womöglich auf den Spermageschmack aus.

Ergebnis der Sperma-Geschmack-Beurteilung der Damen (häufigste Antworten):

im „Naturzustand“: neutral, salzig, milchig, nussig
nach dem Essen von reichlich Knoblauch: säuerlich, faulig, muffig
nach dem Genuss von Alkohol (mindestens fünf Gläser Bier): schal, fade, abgestanden, wie Aufwaschwasser
Nach dem Trinken von Ananassaft (1 ½ Liter): süßlich, lieblich, angenehm

Und weil dieses Thema die Menschen offensichtlich beschäftigt, gibt es natürlich bereits kommerzielle Angebote, die sich dieses Problems annehmen. In den USA gibt es tatsächlich ein Medikament, das den Geschmack von Sperma verbessern soll. Das Pulver, das unter der Bezeichnung Semenex mittlerweile auch im Internet angeboten wird, enthält verschiedene Fruchtextrakte in hoher Konzentration. Es wird in einem Glas Wasser aufgelöst und soll innerhalb eines Tages wirken.

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Doch anstatt 2,50 US-Dollar pro Geschmacksverbesserer auszugeben, könnt ihr auch zum Obsthändler gehen, denn den gleichen Effekt wie mit dem Pulver kann man auch mit der richtigen Auswahl von Lebensmitteln erzielen. Obst und Gemüse wie Ananas, Sellerie und Erdbeeren versüßen den Samen ganz besonders intensiv.

Umgekehrt hat sich gezeigt, dass viel Bier Sperma schal und fade, Knoblauch eher angefault und muffig schmecken lässt. Fleisch, Salz und Spargel erzeugen ebenso wie Medikamente ein bittere Geschmacksnote.

„Wer will, dass seine Partnerin bis zum bitteren Schuss mitmacht, sollte entweder auf Alkohol, Aspirin und Knoblauch verzichten und anstatt dessen Ananassaft trinken, oder an diesem Tag auf eine andere sexuelle Technik ausweichen“, kommt die Hamburger Psychologin Borgaes zum Schluss.

Training für die perfekte Ejakulation

Wer sich oder seinen Partner gerne beeindrucken möchte, dem wollen wir einige – wissenschaftlich nicht belegte – Tricks für den perfekten „Abschuss“ ans Herz legen, denn die Menge der Samenflüssigkeit und die Heftigkeit der Ejakulation lässt sich nämlich steigern:

  • Vor dem besagten Akt drei Tage auf Sex verzichten (auch keine Selbstbefriedigung!), dadurch sammelt sich eine etwas größere Menge an.
  • Durch besonders langes und intensives erotisches Küssen und Liebkosen steigt der Lustpegel an, eine längere Erregungsphase beim Sex versetzt die Säfte also in Wallungen und führt dazu, dass die größtmögliche Samenmenge beim Höhepunkt verströmen kann. Deshalb dürfte die Ejakulationsmenge beim Sex durchschnittlich auch um die zwanzig Prozent umfangreicher sein als bei der Masturbation.
  • Und wer nicht nur einen Mengen-, sondern auch einen Weitenrekord aufstellen möchte, der drückt beim Abspritzen am Penisansatz leicht die Harnröhre zusammen. Durch die Verengung spritzt der weiße Saft nun mit höherem Druck und größerer Geschwindigkeit heraus, wodurch sich mit einigem Training doch ganz beachtliche Weiten erzielen lassen. Kleiner Hinweis am Rande: Die passiven Partner mögen davor gewarnt sein, denn wenn Sperma ins Auge gelangt, kann das höllisch brennen.

Sperma-Lexikon

Und für alle, die sich in diese Materie noch vertiefen wollen, anbei ein paar Begriffserklärungen zum Thema, damit ihr bei der Recherchearbeit auch den richtigen Durchblick habt:
Bukakke-Darstellung

Bukkake: Das Wort stammt aus dem Japanischen und bedeutet soviel wie „spritzen, besudeln“, und das trifft es ziemlich gut, denn bei dieser Sexualpraktik im heterosexuellen Kontext ejakulieren mehrere Männer in das Gesicht einer Frau.

Creampie: Das ist eigentlich eine Sahnetorte, eine Cremeschnitte. Im Bereich der Pornofilme ist jedoch etwas ganz anderes, sehr Spezielles damit gemeint. Es geht darum, dass mit der Kamera eingefangen wird, wie das Sperma aus der Vagina, dem Po-Loch oder dem Mund wieder herausläuft.

Cum: bedeutet wörtlich übersetzt Schmiere – dieser Begriff wird allerdings auch als Slang-Ausdruck für Sperma verwendet.

Cumshot: bezeichnet entsprechend den „Abschuss“, gemeint ist also die Ejakulation.

Facial: Dieser Begriff – ursprünglich aus der Kosmetik – steht für Gesichtsbesamung und bedeutet, dass der Partner oder die Partnerin beim Abspritzen eine volle Ladung Sperma ins Gesicht bekommt.

Quelle: ¹ Men`s Health 2/2000

Linktipps:

– Sperma (Wikipedia)
– Samenqualität: Klügere Männer haben das bessere Sperma (Der Spiegel Online)
– Onanie – Selbstbefriedigung auf höchstem Niveau




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