Viagra, Cialis & Co.

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Erektionsprobleme werden häufig mit Potenzmitteln wie Viagra oder Cialis bekämpft

Hoch soll er leben - das Milliardengeschäft mit Potenzpillen

Erektionsstörungen sind ein weit verbreitetes Problem. Seit seiner Einführung gilt Viagra, die blaue Wunderpille, als regelrechtes Allheilmittel für Probleme im Bett. Viagra und seine mittlerweile zahlreichen Konkurrenzprodukte sollten allerdings nur nach Rücksprache mit dem Urologen zum Einsatz kommen. Denn sämtliche auf dem Markt befindlichen Potenzpillen haben deutliche Nebenwirkungen die keinesfalls unterschätzt werden dürfen.

Es ist außerdem zu bedenken, dass diese Mittel erst vergleichsweise kurze Zeit auf dem Markt sind und dadurch noch längst nicht alle Langzeitrisiken bekannt sein dürften.

Lange waren Erektionsprobleme ein tabuisiertes Thema in unserer Gesellschaft, bis vor 10 Jahren Viagra als die Geheimwaffe gegen männliche Potenzprobleme auf den Markt kam. Sex in jedem Alter, das verspricht das Medikament. Die kleine blaue Pille mit dem Wirkstoff Sildenafil ist heute weltweit das wahrscheinlich bekannteste Medikament gegen Potenzstörungen. Besonders der Zielgruppe der zwischen 40 bis 70 jährigen Männer mit erektyler Dysfunktion – und das sind fast 50 Prozent der Männer in diesem Alter – kann mittels der „Wunderpille“ zu einem prickelnden Sexualleben verholfen werden. Über 35 Millionen Männer aus mehr als 100 Ländern der Welt können wohl kaum irren, wenn sie immer wieder auf Viagra zurückgreifen. Ursprünglich entwickelte der Hersteller Pfizer das Medikament gegen Bluthochdruck.

Ernsthafte Folgen bei Selbstverordnung

Jeder kennt Filme, in denen eine irrtümliche Einnahme von Viagra zu einem „steifen“ Problem führt. Viagra kann aber nur dann wirken, wenn der Mann auch sexuell stimuliert wird. Eine irrtümliche Einnahme von Viagra bewirkt also im Normalfall, keine Erektion des Gliedes, wie in den Medien oft propagiert wird. Das bedeutet aber auch, dass bei psychischen Problemen oder bei Problemen in einer Partnerschaft die Wirkung von Viagra ausbleibt.

Viagra sollte daher nur nach Rücksprache mit einem Arzt und Festlegung der geeigneten Dosis genommen werden. Nebenwirkungen des Medikamentes können von harmlosen Kopfschmerzen und bläulichen Farbsehen über einige Stunden reichen, aber auch ernsthafte Folgen sind möglich. Bis zum Herzstillstand kann eine falsche Einnahme führen. Insbesondere bei Überdosierung kann es zu Todesfällen in Zusammenhang mit Viagra kommen. Zu beachten gilt auch, dass ein Mann nicht häufiger oder länger eine Erektion haben kann als sonst. Daher ist die Einnahme für einen gesunden Menschen auch ziemlich sinnlos, aufgrund möglicher Nebenwirkungen aber eben nicht ungefährlich.

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Viagra ist nicht mehr das einzige Mittel am Markt

Viagra ist schon lange nicht mehr das einzige Mittel, das am Markt erhältlich ist. Mit Levitra von Bayer und GlaxoSmithKline und Cialis von Eli Lilly sind bereits seit einigen Jahren Konkurrenzprodukte auf dem Markt. Cialis schnitt in einer Studie des Hamburger Urologen Hartmit Porst im Vergleichstest am besten ab. Die Beliebtheit von Cialis könnte von dem langandauernden Effekt des Wirkstoffes Tadafil herrühren. Dem positiven Effekt steht aber auch ein negativer entgegen. Die einhergehenden Nebenwirkungen werden verlängert. Levitra punktet durch den schnellen Eintritt der Wirkung. Denn bereits nach 15 bis 25 Minuten, so der Hersteller, stellt sich die Wirkung ein.

Die beiden einige Zeit ebenfalls erhältlichen Mittel Uprimas® und Ixense® (Wirkstoff Apomorphin) wurden Ende 2004 bzw. Anfang 2005 bereits wieder vom Markt genommen!

Welches Mittel für wen am besten ist, das sollte der Urologe entscheiden. Die Einnahme solcher Tabletten für gesunde Männer ist übrigens grundsätzlich nicht zu empfehlen.

Geschlechtskrankheiten sind auch bei Älteren im Vormarsch

Die medikamentöse Bekämpfung von Potenzstörungen im Alter bringt auch eine andere, negative Konsequenz mit sich. Denn laut einer Studie der britischen Health Protection Agency sind besonders bei älteren Männern Geschlechtskrankheiten im Vormarsch. Herpes, Syphilis oder Tripper sind nur einige Diagnosen, die immer häufiger in der Altersgruppe 40plus gestellt werden. Zwischen 1996 und 2003 hat sich die Zahl der Geschlechtskrankheiten in der Altersgruppe verdoppelt. Diese Steigerung ist auf die vermehrte Einnahme potenzsteigernder Mittel zurückzuführen. Mit der nötigen Vorsicht verbessert aber Viagra und Co die Lebensqualität und sorgt für ein lustvolles Leben im reifen Alter.

Tipps für die Einnahme:

1. Dosierung sollte nach Absprache mit dem Arzt genau eingehalten werden.
2. Das richtige Timing ist bei der Einnahme in wichtiger Faktor. Man sollte genau wissen, wie lange der Zeitraum zwischen Einnahme und einsetzender Wirkung ist um sich zeitlich darauf einzustellen.
3. Die Einnahme kann zur Dehydration führen, daher sollte genug Wasser getrunken werden.
4. Die beste Wirkung von Viagra, Cialis, Levitra und Co kann erzielt werden, wenn die Medikamente auf nüchternen Magen eingenommen wird.
5. Alkoholgenuss wirkt sich negativ auf die sexuelle Leistungsfähigkeit aus und sollte nicht gleichzeitig mit Medikamenten gegen Impotenz getrunken werden.
6. Da die sexuelle Stimulation für die Wirksamkeit erforderlich ist, sollte vor der Einnahme für eine entspannte Atmosphäre gesorgt werden.
7. Die Verwendung von Kondomen empfiehlt sich jedenfalls altersunabhängig. Denn die Zahl der Geschlechtskrankheiten in der Zielgruppe 40plus hat sich in den letzten Jahren verdoppelt.

[ameis]

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