Darling, ich liebe mich …

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Darling, ich liebe mich (Selbstbefriedigung)

Darling, ich liebe mich (Selbstbefriedigung)

Masturbation galt bis ins 20. Jahrhunderte lang als krankhaftes Übel. Sie galt als unmoralisch, verwerflich, sündhaft und wurde entsprechend verteufelt. Rückgraterweichungen, Schwindsucht und alle möglichen anderen Krankheiten wurden ihr zugeschrieben. Kein Wunder also, dass die Selbstbefriedigung, insbesondere die weibliche, noch immer tabuisiert wird.

Obwohl es jeder tut, gestehen nur wenige es ein und niemand spricht wirklich gern darüber.
Die Masturbation ist und bleibt ein Tabu- Thema. Zu Zeiten regider Sexualauffassungen wurde alles versucht, um Selbstbefriedigung bei jungen Heranwachsenden zu unterbinden. Erzieher erfanden Handschuhe oder spezielle Käfige, die es ihren Zöglingen unmöglich machen sollten, sich an ihren Geschlechtsorganen manuell zu betätigen. Jungen Frauen wurde dich Klitoris und Schamlippen amputiert oder weggeätzt, Keuschheitsgürtel und Zwangsjacken angelegt.

Verschiedene Begriffe wie Masturbation, Onanie, “sich den Finger geben“ oder Wichsen bezeichnet die Selbstbefriedigung. Masturbation bedeutet aus dem Lateinischen übersetzt so viel wie „mit der Hand entehren“ und wertet diese Sexualpraktik sehr negativ. Es gibt keine richtige oder falsche Art, es sich selbst zu besorgen. Selbstbefriedigung kann mit den Händen, als auch mit Hilfsmitteln ausgeführt werden und führt häufig zum Orgasmus.

Frauen benutzen die manuelle Stimulation der Klitoris, um einen Orgasmus herbeizuführen, den sie beim Geschlechtsverkehr nur selten oder auch nie erreichen. Ihren durch z.B. Speichel, Vaseline oder Gleitgel angefeuchteten Finger führen sie dabei oft in die Vagina ein. Ein beliebtes Hilfsmittel ist der Vibrator/ Dildo- eine Art Massagestab, der anstelle des Fingers der Stimulation dient.

Männer befriedigen sich selbst indem sie den Penis mit der Hand umschließen und die Vorhaut rhythmisch und mit sanften Druck vor und zurück schieben. Eine andere Möglichkeit besteht darin, die Hand einzufetten und den Penis mit dieser zu massieren.

Masturbation ist längst nicht nur eine “Notlösung“

Während Frauen im Durchschnitt erst mit achtzehn oder neunzehn Jahren mit dem Masturbieren beginnen, haben die meisten Männer schon mit zwölf oder dreizehn Jahren ziemlich viel Erfahrung darin. Alfred C. Kinsey, der bekannteste Sex- Experte der Welt, fand heraus, dass Menschen, die schon früh in ihrem Leben masturbiert haben, ein aktiveres Sexualleben führen, als die die es nicht taten, und das auch noch lange, nachdem der Durchschnittsmann schon aufgehört hat, Intimverkehr zu haben.

Für Unverheiratete bietet die Selbstbefriedigung meist die einzige Möglichkeit, sexuelle Entspannung herbeizuführen. Masturbation gilt daher weitläufig als etwas, das man tut, wenn man “niemanden hat“.

Doch eine glückliche Partnerschaft schafft nicht automatisch die Selbstbefriedigung ab. Ein hoher Prozentsatz von Ehemännern, 79% bei den verheirateten Männern und 96 % bei den alleinstehenden Männern, und ein ebenso nicht geringer Anteil von Ehefrauen, 64 % bei den verheirateten und 76% bei den alleinstehenden Frauen, geben an zu masturbieren.

Selbstbefriedigung ist daher nicht nur ein minderwertiger Ersatz für das Liebesspiel mit einem Partner, sondern vielmehr eine Bereicherung des Sexlebens.

Erforschen sie sich selbst

Selbstbefriedigung ist eine gute Voraussetzung, um seinen Körper selbst besser kennen zu lernen. Man findet heraus was einem erregt und Spaß macht, unter welchen Bedingungen man sexuelle Erlebnisse angenehm findet und welche körperlichen und emotionalen Faktoren notwendig sind, damit man zum Höhepunkt kommt. Durch Solo-Sex lernt man seine eigenen sexuellen Reaktionsmuster besser kennen und kann sein Wissen erfolgreich an den Partner weitergeben. Das gemeinsame sexuelle Erleben wird dadurch lustvoller und intensiver.

Onanieren macht nicht nur unheimlich viel Spaß, sondern ist gesund, entspannt, löst Spannungen, ersetzt die Schlaftablette indem es schläfrig macht und bei Frauen lindert es zudem Menstruationsbeschwerden. Es ist ein hervorragendes Schönheitsmittel, ein Orgasmus regt den Kreislauf an, baut Stress ab und macht den Teint rosig.

Das beste daran, je öfter man masturbiert, desto mehr Orgasmen wird man haben – mit und ohne seinen Liebsten. Denn je öfter man es tut, desto leichter kommt man.

Na dann, selbst ist die Frau oder der Mann!

🙂 [nipete]

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  1. Jack the Ripper