Tantra Yoga

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Was bewirkt Yoga eigentlich, und welche Varianten gibt es? Kann man mit Yoga auch das sexuelle Erleben optimieren? Und wenn ja, wieso und welche Yogaart eignet sich dafür am besten? Was ist Tantra Yoga? Wir haben uns umgehört, um Ihnen einen Überblick zu geben, und Ihnen jene Yogaformen, die ein intensiveres sexuelles Erleben versprechen, näher vor zu stellen.

Yoga – was ist das eigentlich?

In aller Kürze: Yoga soll helfen, einen Ausgleich zu finden und zur Ruhe zu kommen. Yoga-Übungen wirken harmonisierend für Körper, Geist und Seele. Mittels Yogaübungen werden Geist und Körper gestärkt, und so die Fähigkeit, dem Alltag gelassener entgegenzusehen, geübt.

Unsere Verfassung, unsere Lebenseinstellung, oder – wenn Sie so wollen – unser Wohlbefinden – ist eng verknüpft mit unserer Gesundheit. Yoga hilft uns dabei, im Gleichgewicht zu bleiben und eine positive, entspannte Lebenseinstellung zu erlangen und so unsere Gesundheit möglichst lange zu erhalten
Klassische Schriften aus Indien beschreiben ursprünglich vier „Yogawege“:

  • Bhakti Yoga: Weg der Hingabe an Gott
  • Jnana Yoga: Weg des Wissens
  • Karma Yoga: Weg des selbstlosen Tuns
  • Raja Yoga Weg der Geisteskontrolle

Yoga für Geist und Seele…

Heute werden eine Vielzahl an Yogaformen angeboten – manche sind aktiver und körperlich anstrengend, manche entspannender mit Fokus auf Meditation.

Ursprünglich war Yoga eine rein spirituelle Meditationsform um die verschiedenen ‚Wege‘ optimal beschreiten zu können. Mit der Zeit entstanden dann immer mehr Subvarianten, wobei eines allen Yogaschulen gemeinsam ist: Ziel ist es, den Körper zu kräftigen und den Geist zu harmonisieren.

Exkurs: yes, we speak Yoga!

  • Kriyas: Reinigungsübungen
  • Asanas: Körperübungen
  • Pranayamas: Atemübungen
  • Dhyana: Meditation
  • Bandhas: Verschlüsse
  • Mudras: Siegeln
  • Mantras: Klänge
  • Yantras: Bilder
  • Maithuna: Vereinigung

…und guten Sex!

Wer will ihn nicht – den einzigartigen, überwältigenden Orgasmus. Doch nicht immer klappst’s und manche von uns wissen immer öfter, dass ‚da mehr gehen kann/muss/soll‘!

Doch der Alltag, die Kinder, die Schwiegermutter, das nächste meeting, die Urlaubsvorbereitung… irgendwas blockiert mal wieder den Kopf – und guter Sex beginnt nun mal im Kopf und wenn der nicht frei ist, wird‘s schwierig.

Rein mechanisch mag zwar alle klappen, aber für den ultimativen Orgasmus braucht es eben mehr als reine Funktionalität. Und genau da kommt Yoga ins Spiel: wir lernen, uns wiederauf das Wesentliche zu konzentrieren!

Yoga als Sexsport?

Immer Mehr Menschen begeben sich auf die Yoga-Matte, um auch ihr Sexleben anzukurbeln. Einerseits kräftigt eine gute Yogastunde dadurch, dass sich viele Übungen auf den Beckenboden und dessen Muskulatur konzentrieren, tatsächlich die für guten Sex relevanten Muskeln.

Ein gut trainierter Beckenboden ermöglicht intensiveres Empfinden im Genitalbereich und erhöht die Chance, einen intensiveren und längeren Orgasmus zu erleben.

Das gilt für Frauen, die mit einer starken Beckenbodenmuskulatur den Penis des Mannes fester ‚umklammern‘ können, ebenso wie für Männer, die durch einen kräftigen Beckenboden stärker stoßen und auch den Samenfluss besser steuern, bzw. kontrollieren können – und so den Orgasmus timen.

Yoga verspricht aber weit mehr als einen gut trainierten Beckenboden: Yoga ist auch Sport für die Seele! Sie lernen zu fokussieren, die Sinne zu sammeln, Ihre Konzentration zu lenken. Yoga ist ein Wechselspiel aus Atmung, Entspannung und konkreten Übungen – das alles verlangt hohe Konzentration.

Und auch guter Sex verlangt eine gewisse Art von Konzentration – nämlich ins Hier und Jetzt!

Fünf Gründe, warum Yoga unser Liebesleben verbessert:

Bessere Atmung: Yoga hilft die Atmung besser zu kontrollieren. Mit verschiedenen Übungen kann man lernen, sich in Ekstase zu atmen – und diese zu halten!

Mehr Energie: Yoga fördert – wie jeder Sport – die Sauerstoffaufnahme und die Stoffwechselfunktion, verbessert die Blutzirkulation und stärkt das Nervensystem – und das führt wiederum zu mehr Energie, Ausdauer und auch Lust auf Sex!

Flexibilität: Ganz banal: Bessere Gelenkigkeit eröffnet viele neue Stellungsmöglichkeiten!

Ein freier Kopf: Yoga hilft uns, auf das Wesentliche konzentrieren. Und manchmal ist das Wesentliche eben Sex!

Gezieltes Training der Beckenboden Muskulatur
: intensiviert sexuelles Erleben!

Als Ergebnis haben Frauen und Männer, die Yoga praktizieren, allgemein mehr Lust auf Sex und sind mit ihrem Liebesleben auch zufriedener. Doch neben diesen allgemeinen Yoga Benefits fürs Sexleben, gibt es auch noch Tantra Yoga – eine Yogaform, die man zu zweit praktiziert!

Tantra Yoga

Tantra Yoga besteht aus ’normalen‘ Yoga-Einheiten, die Körper- und Atemübungen umfassen, und spezifisch sinnlichen Übungen. Die dynamischen Yoga Übungen sind quasi das Vorspiel: der Körper wird ‚warm‘. Ist er dann beweglicher, energetischer und geschmeidiger, dann ist er ‚offener‘ – auch für tiefe Gefühle.

Halten, Umarmen und Vereinigen wird beim Tantra Yoga als Verehrung des Göttlichen gesehen. Tantrische Partnerübungen sind liebevolle Begegnungen im Ansehen, Lächeln und Berühren.

Üblicherweise wird zwischen Rotem und Weißem Tantra unterschieden:

Weißes Tantra ist nur als Gruppe und unter dem energetischen Schutz des Mahan Tantric auszuüben. Hier sind alle Teilnehmer ganz in weiß gekleidet incl. Kopfbedeckung, und sitzen sich paarweise in langen Reihen gegenüber.

Rotes Tantra ist das liebevolle Herangehen an die Vielfalt der Sinneswahrnehmungen. Es geht um die Erfahrung des Einswerdens bis hin zur sexuellen Vereinigung.

Das moderne Tantra Yoga besteht aus den klassischen Yogaelementen bei denen man sich auf sich selbst konzentriert, erweitert um das Erleben des anderen bis hin zur körperlichen Vereinigung. Die Körperübungen (Asanas) beinhalten vorallem Partnerübungen; es geht um das Wahrnehmen des Selbst über die sinnliche Wahrnehmung des Anderen.

Neugierig geworden?

Zunächst halten Sie sich bitte immer vor Augen: (Tantra) Yoga braucht Zeit! Es bedeutet im Hier und Jetzt zu sein und mit allen Sinnen zu genießen. Nehmen Sie sich also diese Zeit, wenn Sie’s ernst meinen – Sie wollen ja schließlich etwas davon haben, oder?

Erlauben Sie sich, spielerisch und spontan zu bleiben und vereinbarne Sie das auch mit Ihrem Partner. ‚Richtig‘ und ‚Falsch‘ ist relativ, es gibt kein vorgefertigtes Ergebnis, das es anzustreben gilt!

Beim Tantra Yoga dürfen Sie alles – und müssen nichts. Vertrauen Sie auf Ihre Gefühle und folgen Sie dem energetischen Prozess. Es geht um bewusste Wahrnehmung des Energieflusses. Geben Sie sich einander in Liebe hin, lassen Sie sich ins Gefühl fallen!

Tantra Yoga Übung 1: Die Sinne des Partners sinnlich verwöhnen

Hier geht es um die Schulung der Sinne in entspannter und geschützter Atmosphäre – um Vertrauen geben und nehmen. Schaffen Sie eine ungestörte Atmosphäre, in der Sie sich beide wohlfühlen. Der passive Partner bekommt sanft die Augen verbunden und legt sich hin. Der aktive Partner verwöhnt nun mit verschiedenen Sinnesanregungen:

  • durch ätherische Öle wird der Geruchssinn animiert
  • der Hörsinn kann durch schöne Musik – oder passende Worte – angeregt werden
  • füttern Sie Ihren Partner mit Leckerbissen fester oder flüssiger Natur und regen Sie so den Geschmackssinn an
  • verwöhnen Sie die Haut durch sinnliches Streicheln – zart mit den Fingern, mit Federn, mit weichen Stoffen oder anderen Materialien
  • ‚Hören‘ Sie auf Ihre Gefühle, lassen Sie sich darauf ein und beobachten Sie Ihren Partner!

Tantra Yoga Übung 2: Füreinander da sein in inniger Umarmung

Streicheln Sie einander ganz bewusst! Streicheln setzt das Hormon Oxytocin frei, das beruhigt, ein vertrautes Gefühl schafft und die Bindung zwischen zwei Menschen verstärkt.

In dieser Tantra Yoga Übung müssen Sie also gar nichts Neues tun – lediglich einander innig umarmen! Der Unterschied zum alltägliche ‚hug‘: Sie machen es bewusst! Lassen Sie sich mindestens drei, besser noch bis zu zehn Minuten Zeit. Nehmen Sie mit allen Sinnen wahr, was Sie in dieser Zeit empfinden, entspannen Sie sich in die Arme Ihres Partners und vertrauen Sie! Schließen Sie Ihre Augen und achten Sie auf die Atmung.

Genießen Sie den Augenblick und freuen Sie sich darauf, sich im nächsten Schritt über das Erlebte auszutauschen. Durch das Bewusstmachen der gegenseitigen Empfindungen, durch das Darüber-Sprechen wird das Erlebte nochmals erlebt und intensiviert – soweit Sie das möchten. Manche Paare bevorzugen aber auch das reine Erleben und Spüren – ohne Worte.

Probieren Sie doch einfach aus, was für Sie besser passt – aber probieren Sie es aus! Tantra Yoga wird Ihr (Er-) Leben verändern!

[abo]

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